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sane-abaton(5) SANE Scanner Access Now Easy sane-abaton(5)

BEZEICHNUNG

sane-apple - SANE-Backend für Abaton-Flachbettscanner

BESCHREIBUNG

Die Bibliothek sane-abaton implementiert ein SANE-(Scanner Access Now Easy) Backend zum Zugriff auf Abaton-Flachbettscanner. Derzeit wird nur der Scan 300/GS (8 bit, 256 Graustufen) unterstützt, da keine Programmierinformationen vorliegen. Der Scan 300/S (Schwarzweiß) wird erkannt, aber seine Unterstützung wurde nicht getestet.

Falls Sie einen Abaton-Scanner besitzen, der in der vorstehenden Liste nicht aufgeführt ist und mit diesem Backend funktioniert oder falls Sie einen Abaton-Scanner besitzen, der mit diesem Backend nicht funktioniert, teilen Sie bitte (auf Englisch) sane-devel@alioth-lists.debian.net die Modellnummer mit, so dass Maßnahmen zu deren Unterstützung getroffen werden können. Schauen Sie auf http://www.sane-project.org/mailing-lists.html bezüglich des Abonnements von Sane-Devel.

Abaton hat den Vertrieb eingestellt. Diese Scanner werden weder von Everex (dem Vorgänger von Abaton) unterstützt, noch sind irgendwelche Informationen für Programmierer zu finden. Der Treiber basiert daher auf Informationen, die mit dem Scannerprogramm von Abaton unter MacsBug gesammelt wurden, wobei die Aufrufe des MacOS-SCSI-Managers während der Bildaufnahme überwacht wurden.

Immerhin ist das Protokoll sehr ähnlich zu dem, was Apple-Scanner verwenden, wenngleich es nicht dazu kompatibel ist. Falls daher dieses Backend jemals erweitert wird, um die anderen Abaton-Modelle zu unterstützen (es wurde auch ein Farb-Flachbettscanner gebaut), wäre es möglich, einige »fehlende Teile« aus der (sehr detaillierten) Dokumentation der Apple-Scanner hinzuzufügen.

GERÄTENAMEN

Dieses Backend erwartet Gerätenamen der folgenden Form:

Spezialdatei

Die angegebene Spezialdatei ist der Pfadname eines Spezialgeräts, das einem SCSI-Scanner entspricht. Für SCSI-Scanner muss der Name des Spezialgeräts ein generisches SCSI-Gerät oder ein symbolischer Link zu so einem Gerät sein. Unter Linux hat ein solcher Gerätename beispielsweise das Format /dev/sga oder /dev/sg0. Siehe sane-scsi(5) für Details.

KONFIGURATION

Die Datei hp4200.conf enthält eine Liste von Gerätenamen, die Abaton-Scannern entsprechen. Leere Zeilen und solche, die mit einer Raute (#) beginnen, werden ignoriert. Siehe sane-scsi(5) für Details, wie ein gültiger Gerätename aussehen muss.

DATEIEN

/etc/sane.d/abaton.conf
Die Backend-Konfigurationsdatei (siehe auch die nachfolgende Beschreibung von SANE_CONFIG_DIR).
/usr/lib64/sane/libsane-abaton.a
Die statische Bibliothek, die dieses Backend implementiert.
/usr/lib64/sane/libsane-abaton.so
Die dynamische Bibliothek, die dieses Backend implementiert (auf Systemen verfügbar, die dynamisches Laden unterstützen).

UMGEBUNGSVARIABLEN

Diese Umgebungsvariable gibt eine Liste von Verzeichnissen an, die die Konfigurationsdatei enthalten können. Auf *NIX-Systemen sind die Verzeichnisse durch Doppelpunkte (:) getrennt, unter OS/2 durch Semikola (;). Falls diese Variable nicht gesetzt ist, wird in zwei Standardverzeichnissen nach der Konfigurationsdatei gesucht: zuerst im aktuellen Arbeitsverzeichnis (.) und dann in /etc/sane.d. Falls der Wert der Umgebungsvariable mit dem Verzeichnis-Trennzeichen endet, dann werden die Standardverzeichnisse nach den explizit angegebenen Verzeichnissen durchsucht. Wenn Sie beispielsweise SANE_CONFIG_DIR auf »/tmp/config:« setzen, wird in den Verzeichnissen »tmp/config«, ».« und »/etc/sane.d« gesucht (in dieser Reihenfolge).
Falls die Bibliothek mit Debug-Unterstützung kompiliert wurde, steuert diese Umgebungsvariable die Debug-Stufe für dieses Backend. Beispielsweise bewirkt ein Wert von 255 die Anzeige sämtlicher Debug-Ausgaben. Kleinere Werte reduzieren die Ausführlichkeit.

FEHLER

Es gibt einige bekannte Fehler und mit Sicherheit auch einige unbekannte.

Der Effizienz des Programmierers halber handhabt dieses Backend alle Berechnungen in Millimetern und schneidet Werte nach unten ab (statt sie zu runden), um möglichen Schaden am Scanner-Mechanismus zu vermeiden. Daher könnte es nicht möglich sein, bis ganz zum rechten oder unteren Rand des Papiers zu scannen.
Es könnte nicht korrekt funktionieren oder das Frontend abbrechen lassen. Ersteres ist wahrscheinlicher als Letzteres.

Falls Sie glauben, einen Fehler gefunden zu haben, versuchen Sie ihn zu reproduzieren, während Sie die Umgebungsvariable SANE_DEBUG_ABATON auf 255 gesetzt haben und schicken Sie einen Bericht (auf englisch) mit den Details rund um den Fehler an sane-devel@alioth-lists.debian.net.

OFFENE PUNKTE

Dies wird es mir ermöglichen, Unterstützung für andere Modelle mit hinreichendem Vertrauen, dass sie funktionieren werden, hinzuzufügen sowie die vom Befehl INQUIRY zurückgegebenen Informationen vollständig auszunutzen.

SIEHE AUCH

sane(7), sane-scsi(5), scanimage(1)

AUTOR

Das Backend sane-abaton wurde zum Teil von David Huggins-Daines geschrieben, basierend auf dem sane-apple(5)-Backend von Milon Firikis.

ÜBERSETZUNG

Die deutsche Übersetzung dieser Handbuchseite wurde von Mario Blättermann <mario.blaettermann@gmail.com> und Helge Kreutzmann <debian@helgefjell.de> erstellt.

Diese Übersetzung ist Freie Dokumentation; lesen Sie die GNU General Public License Version 3 oder neuer bezüglich der Copyright-Bedingungen. Es wird KEINE HAFTUNG übernommen.

Wenn Sie Fehler in der Übersetzung dieser Handbuchseite finden, schicken Sie bitte eine E-Mail an die Mailingliste der Übersetzer.

11. Juli 2008